Gedanken zu: (Massen)-Tourismus

Ich muss sagen, ich war geflasht. Von den vielen Menschen und von der Logistik die eine Urlaubsinsel benötigt. Davon hatte ich keine Vorstellung, weil ich an diesen Aspekt vor der Reise gar nicht gedacht hatte. Auch deswegen nicht, weil ich sonst am liebsten in den Norden reise und mir solche Szenen dort noch nicht begegnet sind:

Nach der Ankunft stürmten die Leute aus dem Flughafengebäude, versuchten es zumindest, aber an den Ausgangstüren staute es sich schon. Schilder über Schilder mit Reiseveranstaltern, Namen und Hotelnamen schienen mich regelrecht mit ihrer Präsenz zu erdrücken. Für ein paar Sekunden war mir das echt zu viel.

Draußen waren viele kleine Häuschen aufgebaut. Alle in einer Reihe, es sah aus wie an einem Grenzübergang. Hier musste man seine Reiseunterlagen vorzeigen und wurde dann einem Bus zugewiesen, der einen ins Hotel fuhr. Ich war schon wieder geflasht – von DER Anzahl an Reisebussen, die dort auf dem Parkplatz standen und darauf warteten die Touris in die Unterkünfte zu kutschieren. Ich schreibe das so blöd, weil ich es auch blöd fand. Ich war mittendrin und von Gefühlen wie ‚cool, ich habe jetzt wunderschöne Urlaubstage vor mir‘ und ‚OMG was ist denn hier los, ich will das nicht‘, zerrissen. Ich hatte viel Zeit zu beobachten und nachzudenken, weil wir mehr als dreißig Minuten im Bus saßen und auf die Abfahrt warteten. Während der Motor lief.

Die nachfolgenden Tage beobachtete ich noch viel mehr Busse: Jeden Tag kamen in ‚unserem‘ kleinen Ort mehrere Busse an und brachten weitere Urlauber. Es gab ausserdem Busse, die Urlauber zu Ausflügen abholten und die, -ja genau, Busse- die Urlauber an einen Strand fuhren, der etwa zehn Gehminuten entfernt lag.

Und dazwischen die vielen Mietwagen, die sich Urlauber ausleihen.

Selbst die kleinsten Straßen werden mit riesigen Bussen befahren, weil die Hotels möglichst nah am Meer stehen sollen, weil kein Urlauber eine riesige Straße an ’seinem‘ Hotel möchte, aber auch niemand bis zu einer Bushaltestelle laufen möchte. So fahren die Busse die unmöglichsten Routen ab, damit auch jeder direkt vom Bett in den Bus fallen kann. (Ist es möglich das Wort ‚Bus‘ noch öfter zu verwenden?)

Erstaunlich wie viel Abgase die Welt verträgt und erschreckend wie viel sie ertragen muss. Es sind ja nicht nur die Abgase. Es ist auch der Müll und das Abwasser was einer Insel zu schaffen machen muss.

Und noch etwas zum Schluss: Das soll nicht undankbar klingen. Ich war von der Landschaft, vom Meer, von den Menschen begeistert. Ich hatte einen wunderschönen Urlaub und ich bin dankbar dafür, dass ich das alles sehen konnte.

Ich mag Reisen auch und ich fahre gerne weg, doch möchte ich mir vorher mehr Gedanken machen wie ich verreise.

Hat jemand einen Meinung dazu? Ist euch der Umweltaspekt egal? Wer hat noch solche Gedanken?

LG,

p.

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Veröffentlicht von

irgendwieblog

Hej Hej! Ich heiße Lisa und möchte einfach ein paar Ideen, Tipps und Inspirationen teilen. Ich koche gerne ohne Rezept. Ich liebe Mode und Kosmetik und Pinterest.

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