Was steckt eigentlich in meiner Kosmetik?

Make-up-1

Gestern habe ich mein gesamtes Make-up Sortiment gescannt. Auf meinem Handy habe ich dafür zwei Apps: Codecheck und ToxFox. Schon seit längerem schwirrte in meinem Kopf umher, dass ich meine Kosmetik durchforsten müsste, um mir vor Augen zu führen, was ich mir da eigentlich aufs Gesicht gebe. Es war mir schon klar, dass da nicht die besten Ergebnisse herauskommen.

Ich wollte es machen, als Erinnerung an mich, damit ich nicht bald wieder vor dem Make-up Regal stehe und denke wie schön doch dieser und jener Lippenstift, Lidschatten, Highlighter…wäre. Bei Pflegeprodukten achte ich schon mehr auf Naturkosmetik. Bei dekorativer Kosmetik lasse ich mich schonmal verführen. Und genau das möchte ich vermeiden, denn es ist doch eigentlich ziemlich verrückt für Produkte Geld auszugeben, die einem Chemiecocktail gleichen. Das wollte ich mir bewusst machen. Auch spielt der Preis keine Rolle, ich habe hier mindestens 5 wirklich teure Produkte, die jede unerfreuliche Kategorie abdecken. Was soll ich damit machen? Wegwerfen? Hilfe.

Make-up-Parabene

In diesen Produkten stecken Parabene.

Im Vorfeld hatte ich mir die Vor- und Nachteile zur ToxFox-App durchgelesen. Diese App scannt das Produkt speziell nach Parabenen. Parabene werden übrigens als Konservierungsstoff in Kosmetika verwendet. Umstritten ist immernoch, ob Parabene einen hormonellen Einfluss auf unseren Körper nehmen können oder nicht. Ich sehe das so, dass wenn ich es vermeiden kann, keine Produkte mit Parabenen haben möchte. Von unnötiger Verunsicherung habe ich auch gelesen, ich finde das sollte jeder für sich entscheiden. Allein dass es Konzentrationsgrenzen für Parabene gibt, ist mir persönlich nicht angenehm. Wikipedia schreibt dazu:

Demnach sind Methyl- und Ethylparaben im erlaubten Konzentrationsbereich als sicher anzusehen. Die östrogene Potenz ist sehr gering. Bei Butyl- und Propylparaben wird wegen der höheren östrogenen Potenz eine Höchstkonzentration von 0,19 % vorgeschlagen. Bis zu dieser Konzentration ist die Verwendung als sicher anzusehen.

Naturkosmetikprodukte zeigen, dass es auch ohne Parabene geht, sie setzen andere Stoffe zur Konservierung ein.

Außer Parabenen gibt es noch andere bedenkliche Stoffe in Kosmetika. Das Thema ist ziemlich komplex. Für mich zu komplex, um da richtig durchzusehen. Ich werde meinem Gefühl folgen und auf Produkte mit Parabenen verzichten. Die Apps sind ja praktischerweise auf dem Handy, sodass man die Produkte direkt im Geschäft scannen kann. So werde ich das jetzt auf jeden Fall machen, um bösen Überraschungen und Spontankäufen vorzubeugen.

Da die ToxFox-App die Produkte nur nach Parabenen ‚durchsucht‘, habe ich alle Produkte nochmals mit der Codecheck-App gescannt. Bei dieser App werden alle Inhaltsstoffe, die in den Produkten stecken angezeigt und nach Kriterien von ÖkoTest, WWF, BUND bewertet.

Make-up-gruen

Nur diese drei Produkte bestehen komplett aus empfehlenswerten Inhaltsstoffen .

Wer sich ebenfalls für Inhaltsstoffe interessiert oder einfach neugierig ist, was in seiner Kosmetik steckt, dem kann ich diese Apps sehr empfehlen. Es macht Spaß die Produkte zu scannen ;), nur die Ergebnisse waren für mich zu oft erschreckend.

Als nächstes stehen meine Pflegeprodukte auf dem Prüfstand.

LG,

p.

Einige Links zum Thema:

http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/hormonelle_schadstoffe/

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=12323&gartnr=90&bernr=10

http://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/parabene-kosmetik-konservierungsstoffe-umweltkommissar-100.html

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Veröffentlicht von

irgendwieblog

Hej Hej! Ich heiße Lisa und möchte einfach ein paar Ideen, Tipps und Inspirationen teilen. Ich koche gerne ohne Rezept. Ich liebe Mode und Kosmetik und Pinterest.

5 Gedanken zu „Was steckt eigentlich in meiner Kosmetik?“

  1. Toll – so einen Versuch wollte ich auch gerade starten. Habe schon meine Pflegeprodukte gescannt und war wirklich überrascht, was sich da alles findet. Jetzt schaue ich viel mehr darauf. Ich verwende auch die App CodeCheck – die andere sollte ich mir wohl auch ansehen. Danke vielmal für den Tipp!

    1. Eigentlich schon schade, dass so viel Chemie in Make-up steckt. Manche Produkte mochte ich echt gerne und irgendwie macht es auch Spaß nach Neuem zu stöbern. Werde mich nun mal nach anderen Marken umschauen.

  2. So hat es bei mir auch angefangen vor ein paar Jahren – erst habe ich bei Pflegeprodukten auf die Inhaltsstoffe geachtet und später bei dekorativer Kosmetik. Ich habe anfangs insbesondere Sodium Laureth und Sodium Lauryl Sulfate gemieden, die häufig in Shampoos enthalten sind. Hinzu kamen dann Parabene, Silikone, Mineralöl etc. Wenn du zu zertifizierter Naturkosmetik greifst, bist du prinzipiell auf der sicheren Seite, da hier solche schädlichen Stoffe verboten sind.
    Viel Spaß beim weiteren Stöbern 🙂
    Liebe Grüße

  3. Super Sache! Ich hab vor Kurzem auch meine gesamte Kosmetik unter die Lupe genommen und richtig viel aussortiert & aufgebraucht, weil da nur Scheiß drin war. :((
    Ab jetzt werde ich nur noch Naturkosmetik kaufen und mich nicht mehr von den 1000 anderen tollen Produkten bei DM verleiten lassen. 😉
    Die Codecheck-App finde ich auch super und benutze sie gerne. ToxFox kannte ich noch nicht! Danke für den Tipp 🙂
    LG

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