Ikea-Kommode umgestalten

Kommode-diy-2Leute, die im Sperrmüll gekramt haben, fand ich immer komisch. Was kann man mit kaputten Möbeln oder aussortiertem Kram wollen? Das Zeug wird nicht ohne Grund auf der Straße stehen. An einem schönen Sonntagabend im letzten Sommer war ich mit Jemandem spazieren. Er war zu der Zeit auf der Suche nach Möbeln für kleines oder idealerweise gar kein Geld. Sperrmüll stand jede Menge vor den Häusern und er fing an zu stöbern. Ich irgendwann auch, weil ich bei näherem Hinsehen doch nicht den Schrott sah, den ich immer vermutete. Eine total hübsche Glasschale fand ich und daneben noch tolle Bücher von Astrid Lindgren und ich konnte gar nicht glauben, dass man sowas auf die Straße stellt. Na ja und seitdem gehe ich an Sperrmüllbergen mit neugierigen Blicken vorbei.

Als ich letztes Jahr umzog fehlte mir noch dringend ein kleiner Schrank, in dem ich meine Bettwäsche und Handtücher unterbringen konnte. Ewig schaute ich in Onlineshops und bei den Kleinanzeigen. Lange fand ich nichts. Bis eines Tages vor meinem Haus Sperrmüll stand und ich die nicht mehr ganz so frische Kommode von Ikea fand. Ich habe hin und her überlegt, weil ich den Stil echt grausig fand. Wer kennt die Aneboda-Serie nicht??!

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Vor einigen Jahren hatte ich diesen fiesen Kleiderschrank aus der Serie, weil er mega günstig war. In ein- und zweitürig!

Zum Glück wohne ich nur im zweiten Stock und so schleppte ich das Teil in meine Wohnung. Sofort wedelte ich mit den praktischen Feucht-Putztüchern drüber und siehe da! Sie war sauber. Nur sauber.

Eine Weile stand sie ungenutzt rum, gedanklich hatte ich sie wieder runter zum Sperrmüll gebracht. Irgendwann raffte ich mich auf und fuhr zum Baumarkt, um mir Inspirationen zu holen. Mein erster Gedanke war, dass ich sie weiß anstreiche, doch dann hätte ich erst schleifen müssen, den Farbgestank in der Wohnung gehabt, auf’s Trocknen warten müssen…ihr kennt das. Deshalb entschied ich mich für Klebefolie. In weiß und Marmor. Versteht sich.

Beim Kauf war ich noch nicht überzeugt. Klebefolie…klang für mich irgendwie langweilig. Trotz der Marmorfolie!

Der Plan war, die komplette Kommode weiß zu bekleben und die obere Platte mit Marmor. Da die weiße Folie nicht breit genug war, konnte ich die Schubladen nicht über die gesamte Breite bekleben. (Ja. Ich bin ohne Maße in den Baumarkt gefahren.) Inzwischen gefällt es mir sogar besser so, weil die Farbkombi  gut zu meinen anderen Möbeln passt.

Meine Vormieterin hatte eine kleine Holzplatte in der Wohnung vergessen (oder war zu faul sie mitzunehmen), die habe ich dann auch noch mit Folie beklebt. Die Platte sieht auch auf dem Tisch ganz hübsch aus. Ich lege sie in die Tischmitte und stelle zum Frühstück Marmelde, Käse usw. darauf.

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Die Knaufe habe ich bei Nanu-Nana gekauft. Die ursprünglichen Holzgriffe ließen sich ganz einfach mit einem Schraubenzieher abschrauben und genauso schnell ging das dann auch mit den neuen Knaufen- das geht sogar ohne Schraubenzieher!

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Weil man durch die Plastikteile an den Schubladen durchsehen kann, sieht die Kommode sehr unruhig aus, wenn sie befüllt ist. Deshalb habe ich einfach weiße Pappe genommen und von innen in die Schubladen gestellt. Sieht zwar von innen nicht todschick aus, ist von außen aber nicht zu erkennen und für Ungeduldige die perfekte Lösung.

Wenn ihr mit Klebefolie arbeitet, ist ein Cutter zum Zuschneiden und ein Rakel (o.ä.) sehr praktisch, damit ihr die Folie ohne Bläschen aufkleben könnt. Gerade bei großen Flächen fand ich das Rakel wirklich hilfreich. Es ist nicht schwer mit Klebefolie zu arbeiten, das Einzige worauf man achten muss ist, dass man die Folie nach und nach auf die Fläche aufklebt und am Besten immer mit dem Rakel dicht an der Rolle nachschiebt. Hier lohnt sich gewissenhaftes Arbeiten. Einmal angefangen, hat es mir total Spaß gemacht und man bekommt auch schnell ein Gefühl dafür, wie man mit der Folie umgehen muss.

 

 

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Veröffentlicht von

irgendwieblog

Hej Hej! Ich heiße Lisa und möchte einfach ein paar Ideen, Tipps und Inspirationen teilen. Ich koche gerne ohne Rezept. Ich liebe Mode und Kosmetik und Pinterest.

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